Morris Marschik

Interessensgebiete 
Kreative Arbeit mit Audio, Video und Texten; Musikproduktion, Mixing und Sounddesign

Bisherige Ausbildung
– Tontechnik-Ausbildung bei Seemann Mastersound (2012)
– Bachelorstudium Medientechnik (2015 – 2018)
– Masterstudium Digital Media Production (seit 2018)

Absolvierte Praktika/Arbeitsstellen
– Setton und komplettes Sounddesign für Mountain Bike Holidays
– Pflichtpraktikum bei Audiowien


Projektübersicht

Dance Battle

Vergangenes Sommersemester (SS 2018/19) hatte ich die Ehre, dem Projekt meiner Kollegen aus dem Animations-Department* die Fähigkeit zu geben, Luft in Schwingung zu versetzen. Man könnte ja meinen ich wäre ein (nicht-blauer) Avatar, aber Musikproduzent tut’s auch.

© Lavinia-Daniela Muresan

Ziel des Projektes war es, ein Dance Battle fünf verschiedenster Charaktere mit Hilfe von Motion Capture zu animieren. Zumal ich zwei linke Beine habe, bin ich froh, dass ich nur den Ton machen musste;

„Nur den Ton.“

Da die Musik beim Tanz jedoch den Ton – ich weiß, dreimal genügt. – angibt, war meine Rolle in diesem Projekt nicht unbedeutend. Fünf unterschiedliche Charaktere heißen für mich nämlich fünf unterschiedliche Musikstückchen in verschiedenen Stilen zu schaffen. Gegen Ende des Videos sollte ein gemeinsames Tänzchen anstehen, weshalb die einzelnen Stücke im selben Tempo und Key sein müssen. Die – nennen wir es mal – Genres der Wahl waren Hip-Hop, Klassik, Asiatisch, flötische Waldfee und unfranzösischer Roboter; Wahrlich keine einfache Selektion, gerade wenn es um ein musikalisches Zusammenspiel geht. 

Das Ergebnis kann sich – wie ich, bescheiden wie immer, meine – hören und in Kürze auch sehen lassen.

PS: Für mich war es eine interessante Erfahrung Musik zu machen, die man, trotz recht breiten musikalischen Repertoires, so noch nicht gemacht hat.

* Andreas Baumgartner, Lavinia-Daniela Muresan, Katharina Novak, Cornelia Pirker und Tanja Walter


Semester 2 – Violicious

Violicious ist ein Ableton Pack, das für kreativen Funkenflug sorgt. 
Mit 6 (in Worten: sechs) inkludierten Drum Racks, die nur so vor miesen Charakteren strotzen, kannst Du Deinen Tracks das gewisse Etwas verleihen. In ihrem extravagant geschorenen, bellenden Kern basieren die  klanglich und farblich klar unterscheidbaren Racks auf einer gesampelten Teufelsgeige, geschmiedet in den höllisch-heißen Tiefen…

… des dritten Wiener Gemeindebezirkes zur Sommerzeit, und genießen zugleich die poppig hoppige Anwesenheit ebenfalls handgemachter elektronischer Samples: Kicks, Snares, Hihats, Riser & Co – natürlich jeweils 6 an der Zahl – finden (nach Erwerb) alle ihren Weg durch den Datentransfer. Und auch wenn es sich nicht empfiehlt, Beelzebubi, Belphegöre, Belial the Millennial, El Diablo, Leviafunk und den alten Luzi-Fi zum besinnlichen Weihnachtsfest einzuladen, sind sie wohl in jeder (fast) guten Produktion doch gerngesehene Gäste. 6.

Start- und Enddatum des Projekts:
15.03. 2019 – 27.09.2019

Erlernte Skills:
Ableton Sampler, Sounddesign, Sample Creation, Sampling von Instrumenten

Arbeitsleistung:
Instrumentenbau, Sampling (Mikrofonierung, Bearbeitung, Zuweisung in Sampler), Interfacing, Sounddesign, Musikproduktion, Animation und Video-Produktion


Semester 1 – Mehr als 1000 Worte

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte.

Diese Projektbeschreibung beläuft sich derzeit aber noch auf sechzehn. Oder Achtzehn? 

Ziel des Projektes war das Vertonen eines familiären Gemäldes mit Einbindung von historischem und privatem Hintergrundwissen, sowie einer hörbaren Aufarbeitung des Visuellen: Woodstock, Vietnam, Ehekrise, Kunst und Versöhnung. Das Konzept zum Projekt verlief fließend zur Anpassung an die Umstände; Das Ergebnis ist ein audiovisuelles Werk, das am Open Day 2019 auf der FH St. Pölten zur Schau und Hör gestellt wurde. Achtundsiebzig. Für die Produktion wurde Ableton Live 10 Suite verwendet, sowohl eine Vielzahl an VSTs, Plug-Ins und sowohl eigens aufgenommene Foley Sounds, als auch Samples von Splice.  Einhundertdrei. Um auch das optische Erscheinungsbild des Projekts bei der Präsentation nochmals aufzupeppen, wurde das Gemälde mit Hilfe von Photoshop in seine Einzelteile (oder eben Striche) zerlegt und in After Effects zu einer – nun an die Musik angepassten – psychedelischen Animation. Der zeitliche Aufwand des Projekts beläuft sich auf etwas mehr als hundert Stunden und diese Projektbeschreibung nun immerhin auf einhundertdreiunsechzig Worte.

Das Ergebnis gibt es hier zu sehen:

Start- und Enddatum des Projekts:
24.10. 2018 – 18.03.2019

Erlernte Skills:
Animation mit After Effects

Arbeitsleistung:
Konzeption, Komposition der Musik & Produktion des Hörspiels und die Animation

Ursprünglich sollte bei der Präsentation – parallel zur Animation – die Bildinformation, die man in Museen sonst gerne auf kleinen weißen Täfelchen neben den Gemälden findet, per parametrischem Lautsprecher im Loop gesprochen werden. Auf den Einsatz dessen wurde wegen potenzieller Gehörschädigung verzichtet: Die hochfrequenten Anteile die zum Richten des Schalls verwendet werden, können durch Reflexionen an den Wänden zu starken Amplituden in gewissen Frequenzbereichen, also zu nahezu schmerzhaften Resonanzen führen.  


Wissenschaftliche Arbeiten

Bachelorarbeit 1

Titel: Auditory Fatigue

Verfassungszeitraum: SS2017

Betreuung durch: FH-Prof. Dr. Michael Iber

Bachelorarbeit 2

Titel: Voice vs Synthesis – A Perceptual Study on the Sampling and Synthesis of the Human Voice in Modern Music Production

Verfassungszeitraum: SS2018

Betreuung durch: FH-Prof. Dr. Michael Iber